Theorie

Rehwild – Merkblatt

Ordnung – Paarhufer
Unterordnung – Wiederkäuer
Familie – Geweihträger oder Hirschartige (Cerviden)
Unterfamilie – Trughirsche
Art – Rehwild

Benennung
Männlich: Bock, Rehbock
Weiblich: Geiß, Ricke (Altreh)
das männliche Junge bis zum 31.03. des 1. Lebensjahres: Bockkitz
das männliche Junge vom 01.04. bis 31.03. des 2. Lebensjahres: Jährlingsbock
das weibliche Junge bis zum 31.03. des 1. Lebensjahres: Geißkitz, Rickenkitz
das weibliche Junge vom 01.04. bis 31.03. des 2. Lebensjahres: Schmalreh

Körperbau
Höhe: 60 – 80 cm
Länge: 90 – 120 cm
Gewicht (aufgebrochen): 10 – 20 Kg

Sinne
Windet und vernimmt sehr gut = Geruchssinn und Gehör sehr gut,
äugt nur bewegte Objekte (Bewegungsseher)

Lebensweise
Einzelgänger im Sommer, in geselligen Sprüngen im Winter (Notgemeinschaften)
Besonders der Bock verteidigt sein Revier von März bis August (territorial)
Sehr anpassungsfähig, lebt im Wald als auch im Feld
Schlüpfer bzw. Drücker

Nahrung
Konzentratselektierer, sehr wählerisch
Kräuter, Triebe und Knospen, Blätter, Klee, Saat, Beeren, Früchte, Pilze, Eicheln, Bucheckern
Bis zu 11 Äsungsintervalle pro Tag (fast alle 2 Stunden)

Fortpflanzung
Brunft = Blattzeit: Mitte Juli bis Mitte August
Einzelbrunft, kreisförmiges Treiben, dabei entstehen sogenannte Hexenringe
Tragzeit: 42 Wochen
Eiruhe bis Dezember
Meist 1-2 Kitze, selten 3
Stillzeit: bis Dezember
Ablegetyp: Kitze sind voll entwickelt, werden aber die ersten 4 Wochen abgelegt, drücken sich ins
hohe Gras, die Flecken verschwinden im August
Zuwachs: 100-120%

Duftdrüsen
Laufbürsten, Zwischenzehendrüse, Stirndrüse beim Bock

Gebiss
Vollständig 32 Zähne nach 13-15 Monaten
Im Milchgebiss ist der 3. Praemolar im Unterkiefer nicht mehr dreiteilig, im Dauergebiss zweiteilig

Geweih
Beim Rehwild spricht man von Gehörn
Die Stange entlang von unten nach oben:
Stirnzapfen (Rosenstock) – Rose – Vorderspross – Mittelspross (Hauptspross) – Hinter-, Rück-, und
Endspross (Stangenende)
Ab dem ersten Folgegehörn spricht man beim Rehwild von verschiedenen Gehörnstufen. Jede
Gehörnstufe ist ab dem Jährling in jedem Alter möglich.
Der einjährige Bock verfegt im Mai bis Juni. Jährlingsböcke verfegen spät (Juni), ältere Böcke
verfegen früh (März).
Abwerfen, junge Böcke später (Dezember) ältere früher (Oktober)
Viele Regelwiedrigkeiten

Haarwechsel
Winterhaar im September/Oktober; Sommerhaar im Mai/Juni; Jüngere verfärben früher als Alte.

Losung
Größere, runde Kotbeeren

Laute
Schrecken, Fiepen, Klagen

Vorkommen in Bayern
quasi überall

Bejagung
Ansitz, Pirsch, Drückjagd

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