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Wildtier des Jahres 2016 – Feldhamster

Wildtier des Jahres 2016 – Feldhamster

Bereits vor 20 Jahren – nämlich 1996 – hat die SCHUTZGEMEINSCHAFT DEUTSCHES WILD den Feldhamster schon mal zum „Tier des Jahres“ benannt – sowie nun für 2016.

Die Feldhamster gehören zu den Nagetieren. Typisch für Nagetiere sind die langen, gebogenen Schneidezähne in Ober- und Unterkiefer. Die Zähne wachsen ein Leben lang und werden deshalb trotz Abnutzung nicht kürzer. Die Hamster stellen eine Unterfamilie innerhalb der Familie der Wühler dar.

Der in Deutschland einheimische Feldhamster gehört mit einer Körperlänge von 20 bis 35 cm und einem Körpergewicht von 200-500 Gramm zu den größeren Nagetieren. Der Feldhamster ist ein typischer Bewohner der Feldlandschaft. Hier benötigt er Löß- und Lehmböden in einer Schichtdicke von mindestens einem Meter. Seine Baue legt er dort an, wo ganzjährig Nahrung und Deckung vorhanden ist. So finden sich Feldhamster bevorzugt in Klee- und Luzernefeldern, aber es werden auch mitten in Rüben- oder Getreidefeldern Baue angelegt.

Ende August beginnt der Feldhamster seinen Winterschlaf. Die Tiere schlafen aber nicht den gesamten Winter durch, sondern erwachen anfangs täglich, um von ihren Vorräten zu fressen. Im Laufe des Winters werden die Schlafpausen immer länger. Trotz ihrer Vorräte verlieren die Tiere dabei etwa ein Drittel ihres Körpergewichtes. Zum Überleben benötigen sie 2 bis 4 kg Wintervorrat. Ende März werden die Winterbaue wieder geöffnet und bald darauf beginnt die Paarungszeit.

Die erste Paarungsperiode findet im Zeitraum Ende April bis Mitte Mai statt. Zur Begattung suchen die Männchen die Weibchen in ihrem Bau auf. Anscheinend besitzen Männchen ein festes Revier, in dem sie sich mit mehreren Weibchen paaren. Nach dem zweiten bzw. dritten Tag nach der Paarung nimmt das Weibchen stark an Gewicht zu. Die Tragzeit beträgt etwa 20 Tage. Die Geburt erfolgt im Bau in einem mit weichen Material ausgepolsterten Nest. Das Weibchen nimmt jeweils das geborene Jungtier am Nacken und trägt es in die Nestmulde. In der Regel werden 4 bis 12 Junge geboren. Bei der Geburt wiegen die nackten Jungen nicht mehr als sieben Gramm. Am fünften Tag wächst langsam eine graue Behaarung und sie fangen an, am von der Mutter eingetragenen Grünfutter zu fressen. Nach 12 Tagen wiegen sie schon um die 40 Gramm und können laufen. Nach zwei Wochen öffnen sie ihre Augen und nach 17 Tagen unternehmen sie gemeinsam mit der Mutter erste Ausflüge außerhalb des Baues. In der dritten Lebenswoche fressen sie bereits alleine. Im Alter zwischen 21 und 30 Tagen sind sie selbstständig und verlassen den Bau der Mutter. In dieser Zeit ist die Verlustrate sehr hoch, da die Tiere noch sehr unerfahren sind und sich erst ihren eigenen Bau und ein eigenes Territorium schaffen müssen. Mit 2 ½ Monaten sind die Weibchen bereits geschlechtsreif. Im Sommer bekommt das Weibchen meist ein zweites Mal Junge. Die Chance zu Überleben ist aber für diese Jungen sehr gering, da in Europa schon die Ernte der Felder beginnt und so kaum Nahrung zur Verfügung steht. In der Regel wird ein Feldhamster in freier Natur kaum älter als ein Jahr alt.

Die Ernährung des Feldhamsters ist sehr abwechslungsreich, so dass man ihn als Allesfresser bezeichnen kann. Auf seinem Speiseplan stehen u.a. Halme, Knollen, Getreide, Klee, Möhren, Kartoffeln, Kohlpflanzen und Zuckerrüben. Aber auch Wildkräuter wie Löwenzahn und Spitzwegerich gehören zu seiner Nahrung. Daneben frisst er aber auch tierische Nahrung wie zum Beispiel Regenwürmer, Engerlinge, Käfer und sogar Feldmäuse.

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